Mesh-Networking ist eine alternative Organisationsform für Funknetzwerke, die vor allem den Vorteil einer großen flächemäßigen Abdeckung bringt. Um zu verstehen, wie ein Mesh-Netzwerk funktioniert, muss man zunächst die Funktionsweise eines traditionellen Funknetzwerks kennen.
Die meisten Funknetzwerke werden im sogenannten Managed Mode betrieben. Dabei gibt es einen zentralen Access Point, bei dem sich die Clients anmelden und der den gesamten Netzwerkverkehr kontrolliert. Diesen Aufbau kennt man auch vom heimischen WLAN-Netzwerk. Hier verbinden sich die verschiedenen Computer alle zum WLAN-Router, der dann die Verbindung zum Internet oder zu anderen Computern im Netzwerk (Netzwerkfreigaben) herstellt.
Der Vorteil liegt in der Einfachheit des Netzaufbaus. Will man ein solches Netzwerk administrieren, reicht es im Wesentlichen, den zentralen Access Point richtig zu konfigurieren.
Doch dieser Modus hat auch einige Nachteile: Bei einem Ausfall der zentralen Einheit, wird das gesamte Netzwerk unbenutzbar, da die einzelnen Clients nicht direkt untereinander kommunizieren können.
Darüber hinaus ist die Reichweite des Netzwerks durch die Leistung der zentralen Antenne begrenzt. Befindet sich ein Client außerhalb eines bestimmten Radius um den Accesspoint, so kann er sich nicht mit dem Netzwerk verbinden.
Freifunk ist ein offenes und dezentrales Netzwerk. Wir möchten möglichst auf zentrale Kontrolle verzichten und das Netz möglichst unabhängig von einzelnen Personen und Accesspoints machen. Außerdem möchten wir eine möglichst gute Abdeckung der Region erreichen. Ein Managed-Netzwerk kommt daher für uns nicht in Frage. Wir setzen stattdessen auf ein Mesh-Network.
In einem Mesh-Network gibt es keinen zentralen Accesspoint. Vielmehr kommunizieren alle Nodes/Clients direkt miteinander, sofern eine Funkverbindung zwischen ihnen besteht.
Daten werden von Netzknoten zu Netzknoten weitergereicht, bis sie ihren Empfänger erreicht haben, wodurch sich die Datenlast vorteilhafter verteilt als in Netzen mit zentraler Anlaufstelle. Knappe Ressourcen wie Rechenzeit, Energie und Datenrate fordern eine effektive Zusammenarbeit der Netzknoten. Spezielle Routingverfahren sorgen dafür, dass sich das Netz beständig anpasst, wenn sich Knoten bewegen, hinzukommen oder ausfallen. Quelle: www.wikipedia.org
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